Das Kinderhaus in Chinababusamudram 2013

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Die Karunai-Mädchen gehören zu den Besten in ihrer Schule

Ein Reisebericht von Maria und Hans Röben zum Kinderhaus in Chinababusamudram

Vor 2 Jahren waren wir das letzte Mal vor Ort im Waisenhaus in Indien gewesen.
Damals wurde das Waisenhaus gerade fertig gestellt und die ersten 15 Mädchen waren gerade eingezogen. Seit dem hat sich vieles getan und wir wollten uns vor Ort sachkundig machen, aber auch wichtige Weichen für die Zukunft stellen.

Zuerst führten wir ein Gespräch mit der Leiterin der deutsch-indischen Handelskammer, die sich sehr beeindruckt von unserem Projekt zeigte und spontan zusagte, Kontakte mit deutschen Firmen im Bundesstaat Tamil Nadu zu vermitteln, um Ausbildungsstellen für die Mädchen zu bekommen und eventuell auch finanzielle Unterstützung zu erhalten.
Wichtig war auch ein detailliertes Gespräch mit dem indischen Steuerberater, der die Ein- und Ausgaben genau prüft und verbucht. Für die Zukunft wurde vereinbart, dass das Reporting nach Deutschland noch zeitnaher erfolgt. Das die Gelder aus Deutschland mit höchster Sorgfalt, ohne jegliche Verwaltungskosten eingesetzt und kontrolliert werden, ist uns sehr wichtig. Davon konnten wir uns vor Ort anhand der Unterlagen überzeugen.

Der Höhepunkt unserer Reise war wieder der Besuch unseres Kinderhauses, wo wir stürmisch und begeistert mit leuchtenden Augen von den Mädchen empfangen wurden. Die Mädchen drückten ihre Freude über unseren Besuch durch begeistert vorgetragene Tänze aus. Einzelne Mädchen berichteten dann über das Leben im Kinderhaus, das Essen, die Freizeitgestaltung, die Unterstützung durch die Mitarbeiter, den Ablauf im Haus und ihre Erfolge in der Schule. Gerade davon konnten wir uns auch beim Besuch der Schule überzeugen, denn alle Karunai – Kinder gehören zu den 10 Besten der 10. Abschlussklasse. Die 3 besten Schüler der Schule sind Karunai – Mädchen. Damit diese Mädchen auch die 11./12. Klasse besuchen können, besuchten wir eine Schule, die dieses mit den entsprechenden Abschlüssen anbietet. Diese Schule werden unsere Mädchen zukünftig besuchen, um eine noch bessere Ausbildung zu ermöglichen. Sehr erfreut waren wir darüber zu hören, dass die Besten der Abschlussklasse ein Stipendium fürs Studium bekommen und somit Karunai damit kostenmäßig nicht mehr belasten und neue Mädchen aufgenommen werden können. Die anderen bekommen eine 1 – 2-jährige Ausbildung und haben dann hervorragende Chancen, eine Stelle zu bekommen und sich selber und ihre Familie zu ernähren.

Damit wird das Ziel von Karunai erreicht: Hilfe zur Selbsthilfe

Insgesamt konnten wir uns überzeugen, dass alle Schäden des Sturmes beseitigt sind und das Haus sowie die gesamte Anlage in einem guten Zustand sind. Die leuchtenden Augen der Mädchen zeigten uns, dass sie sehr glücklich sind, auch wenn sie nicht nur gefördert, sondern auch gefordert werden. Praktikantinnen unter anderem auch aus Straelen und Wachtendonk bestätigten uns dieses. Gerade auch das enorme, ehrenamtliche Engagement der indischen Karunai Mitglieder sowie der Mitarbeiter im Haus machen dies möglich. Dafür haben wir uns vor Ort – auch im Namen der Paten, Mitglieder und Spender aus Deutschland – ganz herzlich und persönlich bedankt. Zum Abschluss besuchten wir noch ein anderes soziales Projekt, das schon seit 50 Jahren besteht und uns angeboten hat, mit ihnen zusammen zu arbeiten und wir so deren Erfahrungen nutzen können.

Das Resümee unserer Reise ist:

Karunai ist auf einem guten Weg. Für die Zukunft bleibt jedoch noch viel zu tun und wir sind – neben dem ehrenamtlichen Engagement in Deutschland und Indien – weiterhin auf die Unterstützung der Mitglieder, Paten und Spender angewiesen. Wir bitten Sie daher: unterstützen Sie uns weiterhin und empfehlen Sie uns in Ihrem Familien – Freundes – und Kollegenkreis.

Die Mädchen sind Ihnen dafür unendlich dankbar.

Maria und Hans Röben

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